Zitate und Texte

Aus Zitaten und Texten zu den Werken

 

Irmgard Wolf: „Lächelnd wendet er im Gespräch das lateinische Zitat von der ‚coincidentia oppositorum‘, der tiefen Vereinbarkeit der Gegensätze an. Er genießt die edle Fülle der alten Sprache, die Vertrautheit mit dem Gesprächspartner, der sie – noch – versteht und der begreift, dass hier ein künstlerisches Bekenntnis ausgesprochen ist. „Ich male die Harmonie“ hat Paul Magar einmal gesagt. Er will die Zerstörung der Welt, die sich während seiner Lebens- und Schaffenszeit manifestierte, rückgängig machen, die Vereinbarkeit des scheinbar Gegensätzlichen beweisen. Irgendwann glaubte Paul Magar, mit seiner Kunst nur die Scherben einer zerstörten Welt wieder zusammenfügen zu können. Heute weiß er, dass letzten Endes die Harmonie unverlierbar ist, und er gibt sie seinen Bildern als Botschaft mit …“

Der Bonner Museumsdirektor Walter Holzhausen nannte Paul Magars Bilder „intelligente Malerei mit einer Prise Mathematik“.

Elisabeth Erdmann-Macke in ihrem Buch “Begegnungen“: „… Paul Magar war derjenige, mit dem ich näher bekannt und später befreundet wurde. Er fiel mir als besonders begabt auf und war mir gleich sympathisch … ich verlebte schöne anregende Stunden mit ihm und Frau Elsbeth, später war auch Adda Campendonk mit dabei. Als ich 80 Jahre alt wurde, gab ich ihm den Auftrag, ein Porträt von mir zu malen … Es entstanden zwei Porträts, das eine zeigt meine ernste Seite, das andere die heitere, beide künstlerisch gut geraten. Ich behielt das heitere, und habe immer viel Freude daran …“

K.F. Ertl, Leiter der Bonner Kasimir-Hagen-Stiftung (1966): „Magar, das ist optische Malerei, Lichtmalerei … statische Harmonie, die bei aller Ruhe über eine geheime Rhythmik verfügt … Eine Malerei, die mit leidenschaftlichem, angehaltenem Atem geschaffen ist – und vor der man den Atem anhält …“

Kulturdezernent Josef Loschelder: „…Es erstaunt immer wieder, wie dieser verinnerlichte Mensch und Künstler in seine Umwelt ausstrahlt …“

Pierre Carral, Paris: „… Man muss sagen, dass die Malerei von Paul Magar auf den ersten Blick ebenso besticht, wie in Erstaunen setzt: Leuchtende Farben, eine große Reinheit der Linien … Seine Bilder, ausgehend von den Bestandteilen des Lichtes und der Farbe, sind eine ununterbrochene Frage nach der Zusammensetzung des Universums, das Suchen nach einer inneren Harmonie, von der der Mensch der Mittelpunkt sein wird …“

Papst Paul VI. zur Mappe “Dome am Rhein“: „Sie geben den Dingen eine überhöhte Form, um ihnen dadurch eine tiefere Bedeutung zu geben.“

Heinrich Lützeler zu Paul Magars Werken: „… Seine Bilder sind der Gerechtigkeit und dem Maß verpflichtet, da sie uns zeigen, dass auch uns noch das Ausruhen in der Weite und in der Geborgenheit möglich ist…“

Frank Günter Zehnder: „… Vom Realismus herkommend hat er sich nach dem zweiten Weltkrieg in Auseinandersetzung mit Kubismus und Orphismus, mit Abstraktion und Pop Art zu einem der interessantesten Künstler seiner Generation im Rheinland entwickelt. Seine farbenfrohe Malerei, seine Motive aus Landschaft und Städten, von Menschen und Situationen sowie die eigenwilligen Bildstrukturen sind unverwechselbar. Seine Kunst vermittelt Sinnlichkeit und Geistigkeit, Formkraft und eine besondere Lebensbejahung. Paul Magar sucht in der Welt und in der Kunst Spuren von Harmonie und Schönheit, für die er sein eigenes Vokabular gefunden hat. Seine Bilder bleiben im Kopf …“

Hermann Josef Kraemer: „… In Magars Welt ist immer das, was war, herübergeholt ins Heute. Und was Heute ist, bekommt immer einen Trend zu dem, was eine bessere, schönere Welt von Morgen sein könnte …“

Hugo Borger: „… Die malerische Handschrift Magars ist in seiner Wesenheit begründet. Als Grundzug macht sich kenntlich, dass er eine bewahrende Natur ist. Auf dieser Grundlage errichtet er die Bildgebäude seines malerischen Weltbildes. Sie sind facettenreich in den geometrischen Formenberechnungen, die die Eigenheit besitzen, große Formen in Flächen zu teilen. Diese Flächen sind als Wirkkräfte gegeneinander gestellt und mit Hilfe der Farbvaleurs zum Atmen gebracht. Auf diesem Feld hat Paul Magar eine eigenständige und in sich schlüssige Farbkultur entwickelt und ins Lebendige zu setzen gewusst … Hohe maltechnische Fähigkeit ist Magars Bildern abzulesen, seine nuancierte, fast atmosphärisch wirkende Farbigkeit hat einen ungeheuren Reiz. Durch die Überschneidung seiner Linien, die Verschiebung seiner Konturen und der konstruierten mathematischen Raumordnung erreicht der Künstler Paul Magar eine bezwingende dreidimensionale Raumwirklichkeit …“

Geo T. Mary: „… Der Maler ist zweifellos einer der letzten ‘könnenden‘ Vertreter der klassischen Moderne …“

Hugo Borger 1994: „… Die Malkultur von Paul Magar ist der August Mackes … durchaus verwandt. Man ist sogar versucht, Paul Magar einen Fortsetzer August Mackes zu bezeichnen …“

Norbert Mayers: „… Eine innere Glut verbindet alles Farbige und Formale … Paul Magar hat die ideelle Überhöhung unserer Lebenswelt zum Gegenstand seiner Kunst gemacht, dieser Welt dadurch Sinn und Größe gegeben. Dafür sind wir ihm am Vorabend seines 90. Geburtstages dankbar.“